Donnerstag, 22. August 2019
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Übungschronik - Leitern

Im Ernstfalleinsatz zählt jede Sekunde. Modernes Material in tadellosem Zustand und regelmässig trainierte Abläufe führen zum Erfolg. In der Artikelserie "Übungschronik" werfen wir regelmässig einen Blick auf den Übungsbetrieb und berichten von unseren Trainings. Für Sie und für Ihre Sicherheit.

Leitern gehören seit jeher zur Grundausrüstung der Feuerwehr. Während unsere Vorfahren in der landwirtschaftlicher geprägteren und vorindustriellen Zeit Leitern auch privat sehr regelmässig nutzten, haben heute technische Hilfsmittel den Gebrauch von Leitern im Alltag drastisch reduziert. Stapler, Fördersysteme, Hubarbeitsbühnen, Rollgerüste, Robotergreifarme und ähnliche Hilfsmittel werden heute im privaten wie auch im beruflichen Umfeld vielerorts als sichere Alternativen eingesetzt. Aufgrund vieler Unfälle im Umgang mit Leitern zwingen uns heute gar Sicherheitsvorschriften dazu, wo immer möglich weitgehend auf den Einsatz von Leitern zu verzichten. Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt auf einer Leiter gestanden?

Leitern kommen heute praktisch nur noch an unregelmässigen Arbeitsorten zum Einsatz. Und: In Notfällen! Insbesondere bei Bränden, stellt die Leiter heute immer noch das Rettungsmittel der Wahl dar, insbesondere wenn es darum geht, innert Sekunden Rettungswege zu schaffen, wenn die normalen Fluchtwege plötzlich nicht mehr passierbar sind.

Die erste Zugsübung der Feuerwehr Worb im Jahr 2019 ist daher dem Einsatz von Leitern gewidmet. Das vertiefte Training der Feuerwehrleute an den Leitern ist aus erwähnten Gründen wichtiger denn je. Und die Rede ist hier nicht von kleinen Bock-, Tritt- oder Stehleitern: In Feuerwehrkreisen geht es um Handschiebe-, Anhänge- oder Autodrehleitern, mit denen mehrere Stockwerke überwunden werden können und die dafür ausgelegt sind, bei einer Rettung auch mehreren Personen gleichzeitig eine sichere Flucht zu ermöglichen.

Sowohl auf dem Atemschutzfahrzeug, wie auch die auf beiden Tanklöschfahrzeugen TLF Worb und TLF Rüfenacht führt die Feuerwehr Worb bei ihren Einsätzen immer Handschiebeleitern mit. In oberen Stockwerken angelegt, ermöglichen diese den Feuerwehrleuten sowohl einen alternativen Zugang zum Brandherd wie auch die Rettung von Personen. Ausserdem verfügt die Feuerwehr Worb über eine motorisierte Anhängeleiter, die bei Bedarf auf über 22 Meter Höhe ausgefahren werden kann. Dank ihren stabilisierenden Füssen bietet sie im freistehenden Zustand die zusätzliche Möglichkeit, einen Löschmitteleinsatz aus der Höhe zu gewährleisten, ohne dabei an das brennende Gebäude angelegt werden zu müssen.

Bei einem Ereignis mit entsprechender Alarmmeldung, wird die Autodrehleiter der Berufsfeuerwehr Bern automatisch aufgeboten. Auch wenn der gesellschaftliche Trend sich von den Leitern weg bewegt, machen verdichtetes Wohnen und das damit eingehende Bauen in die Höhe den Einsatz von geeigneten hohen und schnell verfügbaren Leitern für die Feuerwehr unabdingbar.

Tags: Übung, Ausbildung, Leitern, Anhängeleiter

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